Journal für Orgel, Musica Sacra und Kirche

                   ISSN 2509-7601


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* Historisches Foto der translozierten Johann-Patroclus-Möller-Orgel des Münsteraner Domes: Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Registerbestand der hochbarocken Domorgel (53 Register/1755 fertiggestellt) in einer neuen Orgelkammer an der Vierung (mit Durchbrüchen zu nördlichem Querhaus und Hochchor) platziert und modifiziert. Heute würde man dieses Unterfangen "Reorganisation" nennen. Das Ergebnis ist in der Arbeit von Tobias Schrörs zum Lettner des Domes auf Seite 109 zu sehen. Offensichtlich gibt es kein weiteres online verfügbares Foto der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Orgel.   mehr  

* Maria 2.0: "Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche in Deutschland und die österreichische Plattform Wir sind Kirche begrüßen es, dass die Aktion „Maria 2.0“ der Münsteraner Gemeinde Heilig Kreuz über Deutschland hinaus eine überaus breite und positive Resonanz gefunden hat. […] Es reicht jetzt nicht aus, dass manche Bischöfe auf den vage umschriebenen „synodalen Weg“ verweisen, den sie auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im März 2019 in Lingen versprochen haben, der aber bezüglich der Beteiligung, des genauen Themenkatalogs und vor allem der Verbindlichkeit der Ergebnisse noch völlig undurchsichtig ist. […] Die Lösung der Frauenfrage verlangt eine Revision des von Papst Pius IX. durchgepeitschten Unfehlbarkeitsdogmas und damit eine tiefer gehende Änderung des Selbstverständnisses der Kirche und ihrer Ämtertheologie." (aus einer Pressemitteilung)   

* Hugo Distlers Orgelwerke: Mit Erscheinen des vierten Bandes ist die Neue Ausgabe sämtlicher Orgelwerke von Hugo Distler abgeschlossen. Die Orgelpartita „Jesus Christus, unser Heiland“ war bisher in einer kürzeren Form bekannt: Choral – Bicinium – Ricercare und Satz (vgl. Distler: Orgelwerke II, BA 9232, S. 7). Hier wird sie zum ersten Mal in ihrer ursprünglich größeren Form mit Choral, acht Variationen und dem älteren Ricercare veröffentlicht. Die wissenschaftlich-kritische Ausgabe gibt eine grundlegende Einführung in die Orgelmusik Distlers, einen detaillierten Kritischen Bericht (dt./engl.) und ein vollständiges Faksimile der vorhandenen Quellen, außerdem Registrierungsbeispiele von Distlers Lieblingsorgel in St. Jakobi zu Lübeck. (Hugo Distler: Neue Ausgabe sämtlicher Orgelwerke, Band IV. Bisher unveröffentlichte Orgelpartita (Editio princeps). Bärenreiter Urtext. Hrsg. von Armin Schoof. Bärenreiter-Verlag 2019. BA 9234. € 32,95.)

* Update der Seite "Fotos": Bekenntnisfreies Grabmal mit Schatten  mehr  



Notre Dame brennt – Eine Kathedrale als Ikone des christlichen Abendlandes – Replik auf Worte von Kardinal Marx: Notre Dame brennt lichterloh. Eine große Kirche wird verwüstet und entgeht knapp dem Abriss. Es kommt niemand zu Tode. Das Inferno generiert einen Sachschaden. Weltweite Anteilnahme und eine erstaunliche Solidarität angesichts des befürchteten Verlustes ist vernehmbar. Verstörend wirkt hierzulande das ignorante Verhalten der Programmgestalter von ARD und ZDF am Abend des Brandes. Interessierte Fernsehzuschauer müssen auf CNN, BBC oder N24 ausweichen. Dem aber nicht genug: Die intensive Wahrnehmung des ikonographisch aufgeladenen ...  mehr   


* Kirchentag 2019 mit "Orgelmord"? Thomas Müntzer grüßt heftigst: Anzeichen einer finanzaffin verfetteten Staatskirche? ...  mehr          

* Tod mit Aussicht - Ungeordnete und noch ausstehende Einsichten zu einer womöglichen Perspektive: Jedes Jahr mache ich mir - meist zur Fastenzeit oder zumindest in der Passionszeit - abgrundtiefe Gedanken darüber, was es denn mit der Auferstehung so auf sich hat. Da die katholischen Sozialisationsbemühungen sehr darauf bedacht waren, das Phänomen des leeren Grabes stark zu betonen (man denke an das Münsteraner Osterlied "Das Grab ist leer, der Held erwacht"), vermag ich es kaum, die diesbezügliche ...  mehr   

* Update der Seite "Kirchenlied-MP3": Best of Haydn-Messe  mehr   

* Chapeau, sehr gut gebrüllt - aber was war zuvor? Der Münsteraner Bischof Clemens August Kardinal Graf von Galen im Lichte des Philosophen Josef Pieper  mehr    

* Bachs theologische Quellen: Martin Petzoldts „Bach-Kommentar“ behandelt in vier umfangreichen Bänden das gesamte geistliche Vokalwerk Johann Sebastian Bachs und führt dabei theologische Deutung und den aktuellen Stand musikwissenschaftlicher Forschung zusammen. Für diese theologisch-musikwissenschaftliche Kommentierung wurden vor allem aus der zeitgenössischen Theologie der von Bach vertonten Texte wichtige Quellentexte herangezogen und in längeren Auszügen abgedruckt: neben der Bibelübersetzung Luthers zum Beispiel die „Olearius-Bibel“ und sogenannte „Leit-Gesangbücher“. Dadurch ist es gelungen, neue Deutungsansätze zu entwickeln und das geistliche Vokalwerk Bachs – zum Beispiel auch liturgisch und kirchenjahresgemäß – genauer einzuordnen. Band III umfasst neben den Passionen Bachs die Fest- und Begräbniskantaten sowie Kantaten ohne erkennbare Bestimmung. Der abschließende Band IV wird die Kommentare zu Bachs Messkompositionen, Magnificat und Motetten sowie verschiedene Register zu allen vier Bänden enthalten. Der Bach-Forscher und Theologe Martin Petzoldt starb im März 2015, eher er sein Opus magnum fertigstellen konnte. Die hinterlassenen Unterlagen machen es jedoch möglich, dass Norbert Bolin und Jochen Arnold das Werk im Sinne des Autors vollenden können. (Martin Petzoldt - Bach-Kommentar. Theologisch-Musikwissenschaftliche Kommentierung der geistlichen Vokalwerke Johann Sebastian Bachs. Band III: Fest- und Kasualkantaten / Passionen. Musikwissenschaftliche Beratung: Norbert Bolin, Theologische Beratung: Jochen Arnold. Schriftenreihe der Internationalen Bachakademie Stuttgart, Band 14.3. ISBN 978-3-7618-1743-8. Bärenreiter-Verlag 2018. 912 Seiten.)

* Zum Tod von Jean Guillou: Mit der Musik Johann Sebastian Bachs war Jean Guillou besonders verbunden. Doch insbesondere wegen seiner Improvisationskunst zählte Jean Guillou zu den weltweit führenden Orgelvirtuosen. Nun ist er am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben.

Hommage à Jean Guillou:
https://www.youtube.com/watch?v=ErQqJmYHEwU

Olivier Messiaen, Marcel Dupré und Maurice Duruflé waren seine Lehrmeister und auch Jean Guillou selbst gab sein Wissen und seine Kunst gerne an die nachfolgende Generation weiter: als Professor an den Hochschulen in Lissabon, Berlin und Saarbrücken. Über Jean Guillou wurde viel geschrieben und Jean Guillou hat viel geschrieben: Musik und Bücher, speziell auch zum Orgelbau. So hat er die Instrumente in der Kirche Notre-Dame des Neiges in l'Alpe d'Huez, in der Tonhalle Zürich oder im Auditorio de Tenerife mitkonzipiert und mitentwickelt. Von 1963 bis 2015 war Guillou Titularorganist der Pariser Kirche St. Eustache. Noch im Herbst 2018 konzertierte der Organist bei seinem Geburtstagkonzert in der Hamburger Elbphilharmonie und im Rahmen des 10. Münchner Orgelherbsts in der Münchner Michaelskirche. Am 26. Januar ist Jean Victor Arthur Guillou im Alter von 88 Jahren in Paris gestorben.

Radio-Tipp: BR-Klassik widmet Jean Guillou
die Sendung „Orgelmusik am Freitag, am 1. Februar um 22:05 Uhr. (Ein Beitrag von
www.ORGANpromotion.org  

Allen Leserinnen und Lesern ein gelingendes Jahr 2019 mit einem Leben in Fülle (Joh 10,10)! 

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